Und täglich grüsst die Grossstadt

Manchmal frage ich mich was macht des Grossstadtleben aus? Was ist Minga?

München ist… wenn du der ach zu netten Supermarktussi ein Lächeln aufs Gesicht zauberst und du weisst du bist in deinem Stadtviertel angekommen.

München ist… wenn dein Nachbar sein Surfbrett zum Eisbachsurfen prepariert.

München ist… wenn du den Hausmeister mit ner hoalben beim Wirt hinten im Eckerl erwischst.

München ist… wenn du deine Packerl durch die hoalberte Stadt tragen darfst, shit happens.

München ist… wenn du eine coole Grääfiit- Wand vor deiner Haustüre hast um coole Instagräääm Fotos zu schissen, yeah fucking Viehhof.

München ist… bei der grössten Hitze zum Supermarkt zu laufen und mit Oktoberfestbier zurück nach Hause kommst, dahoam is dahoam.

München ist… sich über verplante Touris kaputt zu lachen und den preissen erst moi die Speisekarte vorlesen.

München ist… bei da Eisbachsurfa zu sein.

München ist… zur Theresienwiese zu pilgern und wia a kloans Kind den Bauarbeitern zu zuschauen, wie d Wiesn langsam Gestalt annimmt.

zwoa drei gritische hobi no

München is so schee aber die Menschen können sehr anstrengend sein, also suchen wir uns einen der zig Biergärten aus und trinken erst mal unser Masserl.

gaitzgod sengasgod gerngeschehn dangschen

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Gedankenkotze zum Oktoberfest

Heute wiedermal spazierte ich entlang der Wiesn und beobachtete gespannt dem Aufbau des Oktoberfestes zu, mein Blick gross wie der eines Kindes. Alle Jahre wieder und täglich grüsst das Murmeltier. Das erste Jahr wieder mittendrin statt nur dabei. Da ich wieder back dahoam in da City bin und zwar nur 5 Minuten vom Oktoberfest entfernt, bin ich schon ganz aufgeregt und möchte mich jeden Dog schon in mein Dirndl schwingen. Doch am Oktoberfest da scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Für die einen a riesn Gaudi, ist es für die andern die schlimmsten paar Wochen im ganzen Jahr. Ja da gibt es die oiden Münchner wie mein Opa früher immer geschimpft hat über die Festbesucher, man bedenke das ist schon einige Jahre her und es wird jedes Jahr schlimmer. Meine alten Nachbarn werde ich nie vergessen, die haben jedes Jahr Urlaub zur Wiesnzeit gemacht, weil sie einfach zu alt dafür geworden sind. Meine Tante und meine Mutter sind die besten Gegensätze; Mama voll die Wiesngängerin, meine Tante hasst das Oktoberfest mehr als alles andere. Aber wieso wurde aus einer oiden Tradition so eine Faschingsveranstaltung? Lasst mich mal überlegen: Als erstes München an sich hat doch gar keine Traditionen mehr, die Mädels rennen in viel zu kurzen Dirndl über die Wiesn und koaner redet mehr oa Wort Bayrisch. Eigentlich sollte ja das Oktoberfest die Ehe zwischen Ludwig und seiner Therese ehren, jedoch weiss des glaube ich kein internationaler Besucher mehr. Auch wenn die Festzeltwirte erst ab 18 Uhr die Schlagermusik spielen dürfen hat sich das alte Oktoberfest eher zum Bierfest entwickelt.

Jedes Jahr tummeln sich immer mehr Gäste wie die Italiener, Amerikaner und Engländer auf da Wiesn rum. Ich persönlich finde es jedes Jahr wieder a riesn Gaudi die betrunkenen Gäste zu beobachten und wie es der Zufall so will ist der erste Wiesntag an meinem Geburtstag.

Egal wie viel Tradition noch in München vorhanden ist, nirgendwo sonst lernt man so viele Leute kennen wie auf da Wiesn. A bissl nostalgisch bleibts ja aa no auf da oidn Wiesn.

O zapft is…

Pendlergeschichten

Ein Kurztrip zu Papa is Lustig, ein Kurztrip der is schee…

Da sitze ich nun wieder zum Gefühlten drölftausendsten Mal in meinFernbus auf der schweizer Autobahn Richtung haom. Nicht nur das Gefühl, mit 80 über die schweizer Autobahn zu schleichen, begleitet einem, nein man bekommt auch einen Haufen schwitzender Menschen unterschiedlichster Art umsonst dazu.
Lassen Sie mich überlegen, ah ja, da war eine etwas ältere, gut gekleidete Dame bei der man eigentlich vermuten würde sie hätte noch nie das f… Wort oder sonstige Fäkalsprache verwendet, jedoch sollte ihr Äusseres, nach Puderdose und Parfümladen duftend, uns täuschen. Da sie einfach ihren etwas überladenen Koffer nicht selber in den Gepäckraum heben wollte, tat dies halt der Liebe Herr Busfahrer, was auch meiner Meinung nach seinen Job ist. Jedenfalls schimpfte dieser tierisch umher, dass der Koffer ja viel mehr als.20KG wiegen würde. Da sprach die Puderdosen-Frau plötzlich als wäre sie von einem bösen Geist besessen. Ich hört amüsiert zu was diese Dame alles so an Fluchwörtern drauf hatte und wir starteten eine angenehme Fahrt Richtung Schweiz. Da es Mittwoch war und die Deutschen noch keine Feriem haben war der Bus fast leer. Anders heute von Zürich back to Bavaria. Oh,  eine Anekdote habe ich noch vergessen, dass man unbedingt eine kleinere Tasche dabei haben soll, da grössere Rucksäcke abgeben müssen. Peinlich wird es dann nur, wenn dir die Essenstüte vor versammelten Publikum reisst. Aber auch das bin ich, leider, oder zum Glück.
Aber kommen wir zu dem heutigen Tag, der startete erst Mal mit einem mega Kater, danke Papa an dieser Stelle der mich ja unbedingt mit Wein und so abfüllen wollte. Sie wissen ja, Liebe & Beer. Naja, notbedürftig unter die Dusche rennen, Kopf anhauen und 10 Minuten später denken für was habe ich geduscht, wenn mir der Schweiss in Perlen vom Gesicht tropft. Endlich erreichte ich dann Zürich HB und erledigte mein Busfahren-Ritual. Leider habe ich mein Essen vergessen und sitze jetzt hier und schau gierig auf des Essen der anderen. Aber noch mal von Vorne. Da stehst du also schweissgebadet vor dem Bus und wartest nur bis du dein doofes Gepäck abgeben kannst, nachdem QR-Code und Pass dem Fahrer hingestreckt hattest. Vor dir eine Grossfamilie mit 4 quängelnden Kindern und einer Oma die auf ihre Nichte aufpasst. Das Handy des Busfahrers streikt und er sagt dir du wärst doch auf dem falschen Bus, obwohl du weisst du willst nach Minga zurück! Da sitze ich endlich mit hungrigen Magen in Mitten eines zusammengewürfelten, müffelnden Haufen Menschen. Viele Schweizer die Deutsche Anhängsel und Partner haben, aha von wegen „iii än dütsche!“ 12 Schweizer Männer aus Züri, einer in Lederhosn, ja mei hamma denn schon Wiesnzeit? Also ich habe noch 3 Stunden Fahrt vor mir, ohne Klo, da dieses sicher von den Biertrinker verpisst wird! Manchmal ist halt der Preis das ausschlaggebende bei einer Reise aber eben günstiger ist ned immer besser! Meine Komfortzone habe ich längstens verlassen uns gebe mich den stinkenden Menschen hin und schlafe wie ein kleines Kind. Kurzes Update: Bei den 12 Jungs aus der Schweiz handelt es sich um eine Jungesellenabschiedsmeute ja dann voi viel Spass!

Eure Sabrina

Mein München- Augustiner Keller München

Klar ist der Augustiner Keller in München schon lange ein Touristenmagnet. Mit seiner perfekten Lage direkt zwischen Hauptbahnhof und Hackerbrücke verriren sich täglich Menschen dort. Da ich aber seit ich denken kann in der Wirtschaft ein und ausgehe, gehe ich auch gerne mit meinen lieben Menschen von Nah und Fern dorthin zum Essen. Der Service ist eins A und des Essen wie immer ein Genuss. Es gibt noch wenige Orte in München wo das Bier so gut schmeckt wie dort. Ein kleiner Geheimtipp ist es schon lange nicht mehr aber ich mag es einfach draussen zu sitzen mit dem Blick über den riesigen Biergarten. Man kann einfach abschalten und geniessen. Ich kehre immer wieder gerne zurück.

Grossstadtleben

Da sitze ich im Zug von München nach Stuttgart und meine Gedanken rattern so vor sich hin. Da schaust du hinaus in saftig grüne Wiesn und die Kühe musizieren mit ihren Glocken so vor sich hin. Seit einer Woche bin ich nun aus dem herrlich und noch fast  unberührten Dorf in der Schweiz wieder zurück. Jeder Besuch bei meinem Vater macht mich traurig und glücklich zu gleich. Auf der einen Seite geniesse ich diese herrliche Ruhe die man hat. Einfach nur Gedanken zapp aus und die Seele baumeln lassen. Aber zack nach 3 Tagen hat mich meine eigene Psyche im Griff und schreit laut, dass ich mich langweile! Aber Kruzifix wieso eigentlich? Wieso gönnt mir mein Körper keine Auszeit und verhält sich wie ein besoffener Flamingo tanzend auf einem Bein, wenn ich mal Ruhe möchte. Eine Woche habe ich es dann doch durchgezogen und eine Woche mit gefühlten 1000 WhatsApp Nachrichten von den bayrischen Freunden später. Kaum ist man aus der Stadt raus wird man vergessen, ist das wirklich so? Muss ich immer an jeder Party und bei jedem Biergarten Besuch dabei sein? Es ist ja schön wenn die Leute an mich denken und mit mir weggehen möchten aber doch nicht jedes Weekend Vollgas geben! Jedenfalls kam ich Freitag Abend endlich wieder in meinem heiss geliebten München an. Ich hab es mir so schön vorgestellt endlich wieder gscheides Bier und eine tolle Stadt. Jedoch habe ich ganz vergessen wie anstrengend die Stadt sein kann.Die SBAHN war wie immer rappelvoll und der Automat funktionierte auch ned gscheid! Wie soll mein Kumpel aus der Schweiz einen schönen Aufenthalt in München geniessen wenn ich als erste Anfange zu fluchen und am liebsten wieder auf die grüne Wiese möchte?
Aha merkt ihr was, wir wollen immer das was wir zur Zeit nicht haben können. Beenden wir was oder reisen wieder ab, freuen wir uns auf dahoam, kaum zu Hause ist alles wieder doof.
Du findest in München kaum so lauschige Orte wie in der Schweiz, dafür aufregende Plätze. Um ein Uhr Morgens über den Marienplatz laufen und dieser ist noch voller Menschen, betrunkenen Menschen aber es sind Menschen! Jedes Leben hat seine Vor und Nachteile und ich bin sehr sehr stolz beides miteinander verbinden zu können. LANDLEBN UND DIE VIELFALT DER STADT!
Ich mir selber alle paar Monate eine Auszeit vom Stadtleben verschrieben. Papa freut sich sowieso immer auf den Besuch seiner kleinen Prinzessin und ich kann meinen Kopf vom anstrengend aber nicht weg zu denkenden Stadtleben entspannen.

Der grosse Ländervergleich

Heute zum Thema Bahnfahren. Während der Deutsche genüsslich in der Früh seinen Kaffee vor sich hinschlürft und erst mal wachwerden muss plaudert dieser gerne mal mit dem Gegenüber und man tauscht sich halt so aus. Ganz anders der Schweizer, er ist froh wenn er keine 5 Wörter mit fremden Menschen austauschen muss und sucht sich immer als erstes ein 4er Abteil für sich. Bestes Beispiel der Raucherbereich in Bahnhöfen. Das deutsche Rudeltier versammelt sich gerne mit anderen potenziellen Raucher und hält gerne ein Kaffeeklatsch während des Rauchen. Ein mir ganz fremdes Verhalten stellt sich beim Schweizer Einzelgänger zur Schau. Ein Mitreisender ist auf dem Bahnsteig mit meinem Auftauchen zur selben Zeit verschwunden! Wieso rennen die Schweizer gegenseitig voneinander weg und halten nix von Konversationen mit fremden Menschen? Liegt es vielleicht an der Schweizer Mentalität welche besagt erst mal beobachten und still und leise zu sein? Oder ist der Deutsche einfach vorlaut und redet gerne mal blöd daher? Ich weiss es nicht aber finde es immer wieder spannend wie die Schweizer auf die Deutschen reagieren und diese als überheblich und laut bezeichnen. Klar sind dies hier alles von mir erlebte Geschichten aber ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt hinter jedem Klischee! Nichts desto trotz mag ich die deutsche Offenenheit und die Begegnungen in den deutschen Zügen. Auf der anderen Seite mag ich die Korrektheit der Schweizer und das Wort zum Sonntag: Manchmal ist Klappe halten doch immer noch die beste Methode!

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