Und täglich grüsst die Grossstadt

Manchmal frage ich mich was macht des Grossstadtleben aus? Was ist Minga?

München ist… wenn du der ach zu netten Supermarktussi ein Lächeln aufs Gesicht zauberst und du weisst du bist in deinem Stadtviertel angekommen.

München ist… wenn dein Nachbar sein Surfbrett zum Eisbachsurfen prepariert.

München ist… wenn du den Hausmeister mit ner hoalben beim Wirt hinten im Eckerl erwischst.

München ist… wenn du deine Packerl durch die hoalberte Stadt tragen darfst, shit happens.

München ist… wenn du eine coole Grääfiit- Wand vor deiner Haustüre hast um coole Instagräääm Fotos zu schissen, yeah fucking Viehhof.

München ist… bei der grössten Hitze zum Supermarkt zu laufen und mit Oktoberfestbier zurück nach Hause kommst, dahoam is dahoam.

München ist… sich über verplante Touris kaputt zu lachen und den preissen erst moi die Speisekarte vorlesen.

München ist… bei da Eisbachsurfa zu sein.

München ist… zur Theresienwiese zu pilgern und wia a kloans Kind den Bauarbeitern zu zuschauen, wie d Wiesn langsam Gestalt annimmt.

zwoa drei gritische hobi no

München is so schee aber die Menschen können sehr anstrengend sein, also suchen wir uns einen der zig Biergärten aus und trinken erst mal unser Masserl.

gaitzgod sengasgod gerngeschehn dangschen

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Der Hauptbahnhof

Guten Moing Bayern und wieder sitze ich in diesem besagten Zug um in die von Baustellen übersähte Stadt Stuttgart zu düsen. Seit 4 Uhr bin ich auf um dann irgendwie schlafbetrunken zum Hauptbahnhof München zu laufen. Ja da wären wir aa schon beim Thema Hauptbahnhof. Da gibts viele depperte Menschen wie ich, welche heute Morgen ihr Frühstücksbrot vor Freude aufm Boden schmeissen. Dieser Moment wenn du des Fluchen ofängst und dann lachen musst, denkst shit happens!

Die letzten paar Wochen leben wir glaube ich am Hauptbahnhof.
Man wartet auf den Liebsten, beobachtet die sich immer wieder erneuernde Menschenmasse und amüsiert sich prächtig. Neben den hektischen „zwischenweltenpendler“ welche nur in Minga umsteigen, gibt es noch die Trolleymafia welche darauf spezialisiert sind ihren Mitreisenden die Räder ihres Koffers in den Fuss zu rammen. Die rastlosen Nadelstreifenanzugträger gleiten hochnäsig und fast lautlos durch die heiligen Hallen des Bahnhofes. Der Bahnhof Ort der Lebendigkeit, Traurigkeit und Elend. Neben den florierenden und bombenden Einkaufsmöglichkeiten welche einladen sich vor dem Reisen noch kräftig zu schlemmen, gibt es auch die dunkle Seite des Bahnhofes. Tagtäglich liegen beim Ausgang richtung Bayerstrasse/Stachus die Obdachlosen und beteln um ne Kippe oder einen Euro damit man sich ein isotonisches Kaltgetränk leisten kann. Dieser abgefuckte Kontrast zwischen heile Welt, halli galli Dreckssauparty und der Frage wo schlafen die heute Nacht? Eine kleine Anekdote zur Aufklärung: Da gab es am letzten Weekend eine Frau. Diese Frau liegt jeden Tag am Hbf vollberauscht von Drogen und Alkohol. Samstag genauso wie Sonntag hatte sie ein blaues Auge und wahrscheinlich einen gebrochenen Kiefer. Der Krankenwagen war schon bei Ihr aber sie wäre wieder abgehauen. Diese Menschen sind ein Volk für sich, sie wollen sich nicht von den „normalen“ Menschen helfen lassen, da sie es ned kennen, dass wir sie ansprechen. Wir sind da einfach anders, diese Menschen sind wie du und ich! Wer weiss schon ob der Typ mit dem verdreckten Parka nicht früher ein Banker war, oder die alte Dame vom Flaschenpfand ihr Essen kaufen muss, weil die Rente ned mehr bringt. Ich habe nirgendwo sonst so einen Zusammenhalt gesehen wie bei solchen Menschen, welche den Dreck vom Boden essen müssen. Ich will einfach wieder mal sagen, München is heilig gegen andere Städte, was arbeitlose und Dreck angeht, aber man darf sich vom Glanz der Einkaufsstrassen der Maximillianstrasse ned blenden lassen.
Es gibt immer Arm und Reich aber verurteilt diese Menschen ned sondern erfragt ihre Geschichten!

Eure Sabrina

Pendlergeschichten

Ein Kurztrip zu Papa is Lustig, ein Kurztrip der is schee…

Da sitze ich nun wieder zum Gefühlten drölftausendsten Mal in meinFernbus auf der schweizer Autobahn Richtung haom. Nicht nur das Gefühl, mit 80 über die schweizer Autobahn zu schleichen, begleitet einem, nein man bekommt auch einen Haufen schwitzender Menschen unterschiedlichster Art umsonst dazu.
Lassen Sie mich überlegen, ah ja, da war eine etwas ältere, gut gekleidete Dame bei der man eigentlich vermuten würde sie hätte noch nie das f… Wort oder sonstige Fäkalsprache verwendet, jedoch sollte ihr Äusseres, nach Puderdose und Parfümladen duftend, uns täuschen. Da sie einfach ihren etwas überladenen Koffer nicht selber in den Gepäckraum heben wollte, tat dies halt der Liebe Herr Busfahrer, was auch meiner Meinung nach seinen Job ist. Jedenfalls schimpfte dieser tierisch umher, dass der Koffer ja viel mehr als.20KG wiegen würde. Da sprach die Puderdosen-Frau plötzlich als wäre sie von einem bösen Geist besessen. Ich hört amüsiert zu was diese Dame alles so an Fluchwörtern drauf hatte und wir starteten eine angenehme Fahrt Richtung Schweiz. Da es Mittwoch war und die Deutschen noch keine Feriem haben war der Bus fast leer. Anders heute von Zürich back to Bavaria. Oh,  eine Anekdote habe ich noch vergessen, dass man unbedingt eine kleinere Tasche dabei haben soll, da grössere Rucksäcke abgeben müssen. Peinlich wird es dann nur, wenn dir die Essenstüte vor versammelten Publikum reisst. Aber auch das bin ich, leider, oder zum Glück.
Aber kommen wir zu dem heutigen Tag, der startete erst Mal mit einem mega Kater, danke Papa an dieser Stelle der mich ja unbedingt mit Wein und so abfüllen wollte. Sie wissen ja, Liebe & Beer. Naja, notbedürftig unter die Dusche rennen, Kopf anhauen und 10 Minuten später denken für was habe ich geduscht, wenn mir der Schweiss in Perlen vom Gesicht tropft. Endlich erreichte ich dann Zürich HB und erledigte mein Busfahren-Ritual. Leider habe ich mein Essen vergessen und sitze jetzt hier und schau gierig auf des Essen der anderen. Aber noch mal von Vorne. Da stehst du also schweissgebadet vor dem Bus und wartest nur bis du dein doofes Gepäck abgeben kannst, nachdem QR-Code und Pass dem Fahrer hingestreckt hattest. Vor dir eine Grossfamilie mit 4 quängelnden Kindern und einer Oma die auf ihre Nichte aufpasst. Das Handy des Busfahrers streikt und er sagt dir du wärst doch auf dem falschen Bus, obwohl du weisst du willst nach Minga zurück! Da sitze ich endlich mit hungrigen Magen in Mitten eines zusammengewürfelten, müffelnden Haufen Menschen. Viele Schweizer die Deutsche Anhängsel und Partner haben, aha von wegen „iii än dütsche!“ 12 Schweizer Männer aus Züri, einer in Lederhosn, ja mei hamma denn schon Wiesnzeit? Also ich habe noch 3 Stunden Fahrt vor mir, ohne Klo, da dieses sicher von den Biertrinker verpisst wird! Manchmal ist halt der Preis das ausschlaggebende bei einer Reise aber eben günstiger ist ned immer besser! Meine Komfortzone habe ich längstens verlassen uns gebe mich den stinkenden Menschen hin und schlafe wie ein kleines Kind. Kurzes Update: Bei den 12 Jungs aus der Schweiz handelt es sich um eine Jungesellenabschiedsmeute ja dann voi viel Spass!

Eure Sabrina

Gedankenkotze zum Mittwoch – Generation Y

Hallo Ihr Zuckerpuppen da draussen

Als ich heute für meine Seminararbeit recherchiert habe bin ich auf das Thema Generation Y ( ausgesprochen why) gestossen. Ich gehöre also auch zu dieser besagten Generation, welche alle Leute dazugehören die in den 90er Jahren geboren wurden. Mein Hauptthema in meiner wissenschaftlicher Arbeit ist, wie Social Media unsere Psycho und vorallem die der Jugendlichen beeinflusst. Das Social Media wie Twitter, Bloggen und Instagramen für meine Generation Y zur Tagesordnung gehören ist mir bewusst, denn ich zähle mich ja als absoluter Tschankiii dazu, dass aber Social Networking auch schwer an unserer Psyche nagt wusste ich nicht.

Darum wird das Thema Generation Internet, 24h connected, dauernd in den Medien besproch und diskutiert, aber keiner kommt auf eine wirkliche pausible Erklärung, wie schlecht das Internet für die Jugend ist. Ich habe mir ebenfalls Gedanken zu diesem schwierigen Thema gemacht und mir ein paar Punkte rausgesucht was uns wirklich zu denken geben soll.

1. Magersuchtswahn/ Fitnesswahn auf Instagram: Das „nur“ noch 52% der Bevölkerung an Übergewicht leiden ist ja sehr positiv aber diese immer grösser werdende hääälthy Nation ist in meinen Augen sehr beunruhigend. Ich weiss ja selber wie es ist wenn man fett ist und sich nicht wohl fühlt, da rate ich jedem einen, für sich selbst, gesunden Weg zur Abnahme zu finden, dass unterstütze ich natürlich vollkommen. Wenn es jedoch darum geht das 15Jährige Mädels, welche sich noch in der körperlichen Entwicklung befinden, plötzlich nur noch Salat fressen und alles mögliche probieren um eine Lücke zwischen ihren Beinen zu bekommen, werde ich dann stinkig und traurig. Jedes Mädchen sollte für sich den richtigen Weg finden und nicht irgendwelche Diäten und Trends hinterher rennen, wie die gerade trendigy Stoffwechselkur. Klar gibt es auch positive Ernährungsprogramme wie Liveitliftit welches ich zur Zeit absolviere, dass hätte ich ja auch nicht kennenlernen dürfen ohne Instagram. Fazit zu Punkt eins: Es ist schön eine grosse Hääälfiiigirls Gruppe auf Instagram zu haben jedoch sollte es sich nicht ins negative Verändern.

2. Kaufssucht und Identitätsfindung: Ebenfalls findet man auf Instagram immer wieder Görls wie Dagibee welche Produkte geschenkt bekommen und und und… Maaaan ich finde das so scheisse, dass Mädels auf so einer Plattform rein nur noch Marketinghuren sind. Klar muss ich für meine zukünftige Marketingausbildung auch wirtschaftlich denken aber viele vergessen, dass die meisten Ladies, welche diesen Youtubesternchen folgen, erst 15 oder noch jünger sind. Sie vergöttern ihre „Stars“ und wollen alles haben was diese auch besitzen. Schneidet Dagi die Haare kurz, schneiden die Teenies sich auch die Haare ab, färben sich plötzlich alle die Haare bunt, ist das der neue Trend. Wo bleibt denn unsere ganze eigene Identität? Jeder Mensch, vorallem Boys and Girls in der Pupertät sollten sich selbst als Individum entwickeln dürfen und können, aber irgendwie habe ich das Gefühl ist das heute eine grosse Herausforderung. Ich persönlich lasse mich auch gerne von Instagram und den ganzen Blogs inspieren aber meine eigene Note, ich als Individum bleibt erhalten.

Irgendwie bin ich von Instagram und den ganzen anderen grossen Social-Media-Plattformen enttäuscht. Klar ist es einer der grössten Vermarktungsformen der Welt geworden, die Welt rückt dank der Globalisierung immer näher zusammen, aber der eigentliche Sinn von Instagram und co ist schon lange nicht mehr der gleiche. Instagram beeinflusst unser Konsumverhalten enorm, ich entdecke mich selbst immer wieder auch dabei ein Produkt, welches einer Nutzerin zur Verfügung gestellt wurde, nach zu kaufen, aber ihr werdet keinen objektiven Testbericht lesen können, denn sonst würde die Nutzerin ja die Kooperation verlieren. Instagram und co sind alles nur Scheinwelten in der wir Leute sein können die wir doch eigentlich gar nicht sind. Irgendwie erschreckend und pervers zu gleich, wenn plötzlich nur noch hääälthy göööörls mit den gleichen Klamotten rumlaufen würden ohne einen Funken selbstachtung und eigener Style. Darum können viele Kids und Teenies aber auch Erwachsene keinen Unterschied mehr zwischen der Online- und Offlinewelt finden. Face-to-Face-Gespräche verschwinden und wir verlernen uns richtig zu unterhalten miteinander. Lasst mich eine kurze Geschichte aus München erzählen. Da läufst du als Einheimischer, aber getarnt als Tourist durch deine eigene Stadt und ich liebe es ja die Leute zu beobachten. Was aber erschreckend ist, jeder Idiot steht da und glotzt in sein bescheuertes Smartphone(mich dazugezählt). Eine Gruppe von 5 Mädels an der Zahl, sitzend am Boden, warten auf irgendjemand, keiner redet von den Ladies, jede schaut in ihren blinkenden Smartphonebildschirm. Ist das die Generation Y welche wir uns gewünscht haben? Nein bestimmt nicht, deswegen heisst die Generation ja auch WHY? Klar haben wir durch das Internet und die globale Vernetzung extrem viel Informationsfluss und es erleichtert für internationale Firmen die arbeit extrem, ebenfalls Ideal für Schule und Studium, da Recherchen 1000 mal leichter gehen auch ich möchte das Internet inklusive Twitter etc. auch nimma missen, jedoch sollte man sich öfters mal ein Wochende Offline melden und die Welt da draussen geniessen, ein paar Stunden mit echten Freunde ohne vermarkten Handtaschen und geschenktem Marketingscheiss verbringen, ein paar nette vier-Augen-Gespräche führen, bis ich dann am Montag wieder mein hääääälfi Frühstück ganz Instagramlike fotografiere und meine Hashtääägs verteile. In diesem Sinne bin ich dann mal Offline.

Häääschtag Servus, Hääääschtag pfiat eich

Eure Sabrina

Gedankenkotze zum Dienstag

Wieder ein Morgen in der Anstalt der Irren Leute überstanden und nach einem anstrengenden Einkauf lief mir der Schweiss sonst wohin und schon in der Früh überrollt dich die Hitze im Bett. Eigentlich wollte ich heute noch Sport machen, wird dann erst am Abend um 10 erledigt. Gestern gabs dann ne erfrischende Abkühlung in unserer grünen Oase, der kleine See zum mitnehmen. Nachdem Mittagessen auf welches ich überhaupt keinen Hunger hatte, legte ich mich in die Sonne und liess mir das Hirn weich bruzeln und wie immer wenn man so da liegt schweifen die Gedanken wieder um irgendwelche Themen. Da bin ich auf das Theme „Schönheit kommt von Innen“ gestossen. Seit Tagen fühle ich mich in der Hitze bäääh und träge, einfach unwohl ihr kennt des oder? Ich habe ernsthafte Hochachtung vor den ganze Fitnessgirls auf Instagram da ich ja selber extrem viel abgespeckt habe und noch lange nicht zufrieden bin mit meiner Figur. Aber worüber ich mir immer wieder Gedanken mache wieso werten wir Menschen wegen ihrem Äusseren, wieso ist ein dicker Mensch, einer mit ner dickeren oder krummen Nase schlechter als ein Modelpüppi? Ich erzähle euch mal ne Geschichte und zwar hatte ich letztens ein Vorstellungsgespräch für mein Duales Studium. Vor mir kamen zwei blonde, dünne Tussis dran (sorry für die unpassenden Wortwahl). Der Studienberater war von meiner Persönlichkeit echt begeistert und genau darauf kommt es an. Herzensmenschen, welche einfach mal über die Äusserlichkeiten drüber wegschauen. Eines habe ich gelernt in der Zeit als ich echt dick und fett war, welches meine echten Freunde sind. Es gibt noch ein paar wenige mit denen ich Kontakt habe, denn Rest Leute kann man echt in der Pfeiffe rauchen. Klar seit ich wieder schlanker bin sprechen mich auch wieder öfters Leute an aber ich bin doch immer noch die gleiche Person, die Sabrina welche ich früher auch war. Zitat der ganzen Geschichte auch als dürre Ziege kriegst du nicht alles und sexy ist kalorienzählen bestimmt nicht, welcher Mann möchte schon ne Salatfressende Ziege. Sexy ist eine natürliche Ausstrahlung und eine Frau welche auch mal a Maserl trinken kann.

Eure Sabrina

Mein kleines Wörterbuch

Servus, Grüezi und Hallo,

Endlich habe ich wieder mal a bissl Zeit um mich um meinen Blog zu kümmern. Das Lernen und die bevorstehenden Prüfungen rauben mir die letzten Nerven. Da ich heute bei einem Beratungstermin für Praktikum  oder weiterführendes Studium war, kam mir eine lustige Idee. Ein bayrisch-schweizerdeutsches Wörterbuch. Da ich ja beides in mir trage und das mit Stolz, fand ich diese Idee ganz Interessant. ♥

Schweizerdeutsch vs. Bayrisch

Auä/ A ge

So a seich/ So a schmarrn

Scheiche/ Hax

Dä grind/ Da Schädel

Dehei/Dahoam

Schätzeli/ Gschpusi

Töpflieschisser/ Tüpflescheisser

s bitzeli/ a bissl

i ha di gärn/ i mog di

Grüezi/ Servus

Ufwederluege/ Wiederschaun

dä löli/ des is a depp

ä Änte/ A Anten

huere siech/ Kruzifix

Härdöpfustock/ Kartoffelstampf

Chuchichäschtli/ Küchenschrankl

s’chäschtlie/ des Kastl

chäsfüess/ Kashax

nöme/ nimma

keine/ koana

Chörndlipicker/ Körndlfresser

was machsch? / was duest?

es blöfi/ a bleistift

Dä frömdi fötzel

Die Weihnachtfeiertage sind schon wieder Geschichte und somit auch mein Besuch bei Papa in der Schweiz. Nachdenklich sitze ich im Bus zurück nach Minga. Ein paar eigenartige Szenen haben sich in den letzen paar Tage in Bern und Zürich abgespielt.

Die Schweiz und mich verbindet nicht wirklich eine heiße Liebe. Ich kam mir hier nicht wirklich zu Hause vor. Das dieses Gefühl jedoch noch schlimmer werden würde hätte ich mir nie im Leben vorstellen können.
Seit ich wieder in Bayern wohne ist dieser Teil von mir, (ja ich bin halbe Deutsche und mein Papa ist Schweizer) wie ausgelöscht. Falls ich in München neuen Leuten begegne erwähne ich nur per Zufall, dass ich eigentlich auch Schweizerdeutsch reden könnte.
Jedoch interessiert dieses „ich-bin-aus-der-Schweiz“ keinen in Deutschland. Falls man jedoch ab und zu zurück in die Schweiz kommt und dort dann plötzlich Deutsch redet und anstatt ein „grüezi“ a „servus“ kommt, sollte man sich langsam aber sicher Gedanken machen. Gestern stand ich dann in  Aarau am SBB-SCHALTER und wollte ein Ticket nach Bern holen, da musste ich mich belehren lassen, dass ich mit der ÖBB-VORTEILSKARTE keinen Rabatt habe und aussderm das ich mich ja in der Schweiz befinde. Also die Auslandschweizer sind klar im Nachteil. Später habe ich es dann noch hinbekomme und bin nach Bern gefahren. In Bern habe ich mich dann mit meinem Schulfreund getroffen und mich als erstes, wie es für eine waschechte Deutsche auch gehört, über die schweizer Preise aufgeregt. Heute morgen wollte ich dann meinen Kaffee in Zürich mit Euro bezahlen und so habe ich mich komplett in einen Touristen verwandelt. Mir wurde in den letzten Tagen etwas klar, es gibt nur ein „dahoam“, wo man sich wirklich Zuhause fühlt und keiner fragt woher man ist, weil es eh klar ist, dass man in der Stadt Zuhause ist. Manchmal muss man einfach eine längere Zeit weg sein um zu begreifen wo man Zuhause ist. Stolz bin ich darauf einen Schweizer Pass zu besitzen und auf meine penible schweizer Pünktlichkeit, jedoch schlägt mein Herz doch für Bayern. Gerne reise ich aus der Schweiz nach Hause und komme wieder zurück als Gast.

Unterwegs geschrieben…

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